Über das Projekt SynFo - Synergienbildung auf der operativen Ebene des Forschungsdatenmanagements

Forschungsdatenmanagement findet unter komplexen organisatorischen Rahmenbedingungen statt, insbesondere in Forschungsverbünden, wie z.B. Sonderforschungsbereichen (SFB), Ausprägungen der Exzellenzinitiative, BMBF- oder EU-Projekten. Nicht nur können Forschende aus einer Einrichtung an mehreren Verbünden beteiligt sein und so für identische Datensätze unterschiedlichen Datenmanagementplänen unterliegen.

Kooperierende Einrichtungen als Herausforderung für strukturiertes Datenmanagement

An einem Forschungsverbund sind häufig eine Mehrzahl kooperierender Einrichtungen mit eigenen institutionellen oder übergeordneten Leitlinien und Strategien zum Forschungsdatenmanagement beteiligt. Jede Art von Forschungseinrichtung ist dabei durch ihre institutionelle und wissenschaftliche Kultur geprägt; sie hat einen durch die Trägerschaft bedingten spezifischen Auftrag und ist meist mit anderen Forschungseinrichtungen in einer Dachorganisation verbunden. Dies kann zu unterschiedlichen oder gar widersprüchlichen Datenmanagementrichtlinien und -plänen innerhalb eines Verbundes führen.

Die Kombination aus einem steigenden Anteil trans- und interdisziplinärer Forschung mit sehr unterschiedlichen Typen von Forschungsdaten und den vielfach formulierten Anforderungen an ein strukturiertes Datenmanagement erzeugt so eine schwierige Situation für Forschende und Anbieter von Datenmanagementinfrastrukturen.

Ziele des Projektes

Ziel des Projektes SynFo ist es daher, einen forschungsdezentrierten Lösungsansatz für ein pragmatisches einrichtungsübergreifendes Forschungsdatenmanagement zu entwickeln. Basierend auf einer Evaluation konkreter organisatorischer und technischer Implementierungen in verschiedenen, an einem Forschungsverbund beteiligten Einrichtungen, werden die Gemeinsamkeiten in struktureller und rechtlicher Hinsicht aufgedeckt. Ziel ist es, organisatorische und technische Schnittstellen zu definieren und, wo möglich, eine Harmonisierung des Datenmanagements für Forschende herbeizuführen. Mögliche Ergebnisse für eine einrichtungsübergreifende Perspektive können in Form von Vorgehensweisen, Musterkooperationsverträgen und entsprechenden Richtlinienentwürfen für Verbundprojekte als Basis für übergreifende, synergetische Dienste nutzbar gemacht werden.

Das ebenfalls von der CAU Kiel in dieser Förderrichtlinie eingereichte Projektvorhaben „UniLLAP – Universitäres Datenmanagement: von Lehre, Lernen und Anwendung in die Praxis“ beleuchtet vorrangig die Frage der Integration von Datenmanagementwissen in die Lehre und Ausbildung. Die Vorhaben sind unabhängig voneinander durchführbar, haben jedoch genügend Schnittstellen, die eine wechselseitige Passung und Nutzung der jeweiligen Ergebnisse ermöglicht.